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Úterý 24. listopadu 2020

ST. PETRUS- UND PAULUSKIRCHE

Die St. Petrus- und Pauluskirche gehört zu den bemerkenswertesten romanischen Bauten in der Tschechischen Republik. Früher wurde sie bis ins 11. Jahrhundert datiert, heute neigen die Experten zu doch etwas nüchterneren Schätzungen. Sie wurde kurz vor dem Jahre 1100 oder kurz nach diesem Jahre erbaut, wahrscheinlicher jedoch zur Mitte des 12. Jahrhunderts.



Es handelt sich um einen Emporenbau, wovon der einstige, heute schon zugemauerte Eingang zur Empore (Tribüne) auf der Nordseite des viereckigen Turmes in einer Höhe von 3 Metern über dem Boden zeugt. Die Tribüne (heute Chor) hat in Breite des Kirchenschiffes einen tonnengewölbten Himmel. Der auf der rechten Flanke stehende mächtige Turm wird von zwei Reihen von Zwillingsfenstern durchbrochen. Die Kirche betritt man von Westen her durch ein Barockportal. Das Längsschiff ist rechteckig, die Decke flach, in der Südwand befinden sich zwei romanische Fenster, in der Nordwand nur eines; zwei Fenster wurden zur Zeit des Barocks verbreitert. In der halbkreisförmigen, mit Konche gewölbten Chornische (Apside) sind drei romanische Fensterchen erhalten geblieben. Der äußere Eingang zur Tribüne wurde wohl im 13. Jahrhundert zugemauert. Das Kirchenschiff wurde durch das Portal in der Südflanke zugänglich gemacht. Daraus ist zu schließen, dass der Adelshof, bei dem vorausgesetzt wird, dass er sich zu frühesten Zeiten in der Nähe des Turmes befand, aus dem der Weg zu diesem zur Empore führte, nicht mehr existierte oder abseits der Kirche erbaut wurde.
Bei Umbauten im Jahre 1677 wurde wohl auch schon das Südportal zugemauert. Im Jahre 1926 wurden in der Apsis figurale Malereien entdeckt, die bis 1935 völlig enthüllt und von František Fišer restauriert wurden. In der Apsis sind Szenen aus dem Leben Christi und wohl auch des hlg. Petrus zu sehen, in der Konche ist Christus, im Schiff die hlg. Katherina und die Verkündung zu sehen. Die Innenausstattung der Kirche ist im Barockstil. Die Kopie von Raffaels Madonna di Foligno malte Josef Hellich im 1838 in Rom.

LOKALIZACE


AKTUALIZACE: Václav Pošmurný (TO 03) org. 2, 20.11.2005 v 13:48 hodin